Teakfarben Auflage,
nummeriert von 1 bis 1000,
$280 $
Früchte des Zorns
Englische Ausgabe
Großformat (25 x 37 cm)

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Früchte des Zorns, John Steinbeck's manuskript

Zu Beginn des Jahres 1938 ist John Steinbeck, sechsunddreißig Jahre alt, alles andere als ein Unbekannter. Tortilla Flat oder Of Mice and Men (Dt.: Von Mäusen und Menschen) haben den jungen Mann zum Rang eines prominenten Autors erhoben. Er hat Medaillen gewonnen, seine Texte werden für das Theater bearbeitet, Kritiker wie Publikum sind voller Erwartungen. Die Verkäufe seiner bisherigen Bücher erlaubten es ihm unsicheren Lebensumständen zu entkommen. Aber Steinbeck genießt weder den Erfolg noch die Früchte seiner Arbeit: Er steht kurz davor, den größten Roman seines Lebens zu schreiben, auch wenn er es noch nicht weiß, denn er beginnt Früchte des Zorns (The Grapes of Wrath) auf den Seiten von zwei großen Verzeichnissen zu schreiben, die hier zusammengetragen und in einem großformatigen Schuber wiedergegeben werden.

Früchte des Zorns Manukcript

Jedes neue Buch scheint der Kampf eines ganzen Lebens zu sein. (John Steinbeck - 9. August 1938)

Fünf monate des schreibens und mehrere erfolglose versuche

In jenem Frühjahr hat er unaufhörlich die Lebenswege und die Verzweiflung der Migranten im Kopf, denen er in den letzten Monaten begegnet war, und über die er für die San Francisco News eine Artikelserie mit dem Titel „The Harvest Gypsies“ geschrieben hatte. Er wird auch von den alptraumhaften Eindrücken von Visalia und Nipomo heimgesucht, Städte, in die Tausende von Migrantenfamilien kamen, um ihr Glück in Kalifornien zu versuchen, und die zwischen Februar und März 1938 von Überschwemmungen und Hungersnot verwüstet wurde.

Früchte des Zorns Luxusbücher
Es muss ein gutes Buch werden. Es kann gar nicht anders sein. Ich habe keine Wahl. Dieser Versuch muss der richtige sein, der mit Abstand beste - langsam, aber sicher, jedes Detail nebeneinander stellend, bis sich das Gesamtbild ergibt. (John Steinbeck - 10. Juni 1938)


Er brauchte nur fünf Monate, etwas weniger als hundert Tage - dreiundneunzig, um genau zu sein -, um sein Meisterwerk The Grapes of Wrath zu schreiben. Zwischen Mai und Oktober 1938 vertiefte sich John Steinbeck ins Schreiben, voller Zweifel, vor allem aufgrund der frühereren Versuche, die er als erfolglos ansah. In der Tat zögerte er kaum, die Seiten des unvollendeten Romans The Oklahomans und der Satire The Lettuceberg Affair ins Feuer oder in den Papierkorb zu werfen. Diese Versuche waren nicht vergeblich, sondern waren wesentliche Schritte für Steinbeck, um die Exzellenz von The Grapes of Wrath zu erreichen.

Steinbeck bei der arbeit

In seinem Haus in der Greenwood Lane, in Los Gatos, ist es ein erschöpfter Steinbeck, der sich einer täglichen Askese unterwirft, die darin besteht, sich zu isolieren, die äußeren Einwirkungen abzuwehren, damit die Geschichte der Joads entsteht und sich jeden Tag ein bisschen weiterentwickelt. In seinem winzigen Büro, während er Strawinsky, Beethoven und Tschaikowskys Schwanensee anhört und versucht, den Lärm der Bauarbeiten der Nachbarschaft außer Acht zu lassen, füllt er seine Seiten, um die Fäden seiner Handlung zu entfalten. Die erste Seite des Manuskripts beginnt mit den Worten „New Start“ - was sich auf die Romane bezieht, die er endgültig verworfen hat - sowie „Big Writing“. Denn der Schrifsteller, dessen Handschrift winzig ist, hat ein Versprechen abgegeben: leserlich auf den Zeilen seines Blocks zu schreiben - und nicht dazwischen -, damit Carol, seine Lektorin und Schreibkraft, keine Zeit mit dem Entziffern verliert.

Ist „Big Writing“, ein formeller Eid oder ein heimliches Gelübde? Lesbare Schrift, oder das Schreiben eines außergewöhnlichen Projekts? Schon in den Jahren 1936 und 1937 verdeutlichten In Dubious Battle und Von Mäusen und Menschen Steinbecks soziales Engagement. Vielleicht beunruhigt durch seine neue finanzielle Stabilität, die es ihm erlaubte, seine Biddle Ranch zu kaufen - wo er die Korrekturen von Grapes vornehmen würde -, ahnte er, dass er sich jenem widmen musste, was über ihn hinausging.

John Steinbeck Handschrift
Ich bin kein Schriftsteller. Wenn es doch nur so wäre... Ich habe die Welt und auch mich selbst nur getäuscht. Erfolg wird mich so sicher verlieren, wie die Hölle existiert. (John Steinbeck - 16. August 1938)


Dieses Manuskript, mit schwarzer und dann blauer Tinte geschrieben, fast ohne Radierungen oder Streichungen, strahlt eine Emotion aus, die in ihrer Klarheit überwältigend wirkt, besonders wenn man weiß, wie sein Tagebuch es zeigt, dass der Mann von Ängsten geplagt war.

Ein bewegendes manuskript

Die dreißig Kapitel sind von einem Steinbeck geschrieben, dessen Gemüt schwankt, aber dessen Schreibweise auffallend sicher ist. Tatsächlich sind die Unterschiede zwischen dem Manuskript und der veröffentlichten Version minimal, was vor allem Carol zu verdanken ist, der Lektorin, deren rote Markierungen auch im Dokument zu sehen sind , und die die Zeichensetzung verbesserte, oder auch seinem Agenten, der ihn davon überzeugte, seinen Sprachausdruck zu mildern. Auf der 98. Seite des Manuskripts steht das Wort „halfway“, was allenfalls auf die Akribie des Autors hinweist... Am 26. Oktober, dem Tag, an dem er dieses einzigartige Manuskript beendete, schrieb Steinbeck in übergroßen Buchstaben „END“ unter die letzte Zeile, eine berühmte letzte Zeile des Romans: „ She looked up and across the barn and her lips came together and smiled mysteriously. “ (Zu dt. : „Sie blickte auf und über die Scheune hinweg, und ihre Lippen kamen zusammen und lächelten geheimnisvoll.“)

Früchte des Zorns - erstmals veröffentlicht

Der Titel The Grapes of Wrath wird am 2. September von Carol vorgeschlagen. Inspiriert wurde er von Julia Ward Howes Battle Hymn of the Republic, die ihr Freund und Regisseur Pare Lorentz in Ecce Homo! verwendete.

„Jenes, an das sich jeder Leser aus Früchte des Zorns erninnern wird, wird ein Spiegelbild seiner eigenen Tiefe oder Oberflächlichkeit sein“, schrieb Steinbeck im Januar 1939 an seinen Verleger Pascal Covici. Wenige Monate nach seinem Erscheinen (April 1939), am 6. Mai 1940, erhielt John Steinbeck den Pulitzer-Preis für seinen Roman. Aber für ihn war das Schreiben der 165 Seiten dieses Manuskripts eine Reise, von der er nur mit Mühe zurückkehrte, und erst einige Jahre später schrieb er mit East of Eden (Dt.: Jenseits von Eden) wieder ein Belletristikwerk.

Das Manuskript, welches Steinbeck Carol schenkte, befindet sich seit März 1960 in der Clifton Waller Barrett Sammlung der University of Virginia.

Ausgabe in sehr großem Format

Früchte des Zorns Faksimile, Ausgabe in sehr großem Format


Um das Originalformat des Manuskripts zu berücksichtigen, erscheint das Buch in einem großen Format: 25 cm x 37 cm

Steinbeck Früchte des Zorns Buch Faksimile

Quellen:

- Working Days: The Journals of The Grapes of Wrath, Penguin Books (1990).

- Steinbeck: A Life in Letters, sous la direction d’Elaine Steinbeck et Robert Wallsten, Penguin Books (1989).

- Marie-Christine Lemardeley-Cunci kommentiert Les raisins de la colère, Gallimard (coll. Foliothèque, 1998).

- Robert DeMott (Ohio University), Working Days and Hours: Steinbeck's Writing of The Grapes of Wrath. Studies in American Fiction, Johns Hopkins University Press Volume 18, Number 1 (Spring 1990).

- Warren French, A Companion to The Grapes of Wrath, The Viking Press (1963).

- Susan Shillinglaw, On Reading The Grapes of Wrath, Penguin (2014); Carol and John Steinbeck: Portrait of a Marriage, University of Nevada Press (2013).

- Roy S. Simmonds, The Original Manuscript of Steinbeck's The Grapes of Wrath. "The Grapes of Wrath", A Special Issue Winter, 1990. San Jose Studies, Volume XVI, number 1 (San José State University Foundation, 1990). (The essays in this issue stem from presentations given March 16-18, 1989, at San Jose State University: "The Grapes of Wrath, 1939-1989: An Interdisciplinary Forum.")