Mitternachtsblaue Auflage,
nummeriert von 1 bis 2000,
$240 $
Die menschliche Stimme
Französische Ausgabe
Großformat (25 x 50 cm)

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Titre La voix humaine écrit de la main de Bernard Buffet

Die Menschliche Stimme: Das Meisterwerk von Jean Cocteau, illustriert und gestochen von Bernard Buffet

Ich habe deine Stimme um meinen Hals.

Jean Cocteau

La Voix Humaine (dt.: Die Menschliche Stimme) ist mit Stichen von Bernard Buffet illustriert und ist das Ergebnis der einzigartigen und bemerkenswerten Vereinigung zweier bedeutender Künstler des 20. Jahrhunderts.

Dieser Einakter, der am 17. Februar 1930 an der Comédie-Française uraufgeführt wurde, stammt aus der Feder von Jean Cocteau und wurde von Jean-Pierre Laruy inszeniert. Die belgische Schauspielerin Berthe Bovy, eine ehemalige Schülerin von Sarah Bernhardt und Freundin von Sacha Guitry, spielte die von Cocteau für sie erdachte Rolle der „Stimme“. Die erste Aufführung war ein Meilenstein: Diese junge Frau, mitten in einem Monolog am Telefon, die direkt eine schmerzhafte Trennung vor dem Publikum erlebt, beeindruckt das Publikum.

Das Theaterstück durchlebte ein langes und reiches Schicksal - siehe weiter unten die berühmten Bühnenbearbeitungen. Doch während er üblicherweise seine eigenen Texte selbst illustrierte - Zeichnen war für ihn eine andere Art des Schreibens - entschied sich Jean Cocteau fast dreißig Jahre nach der Theaterinszenierung von Die Menschliche Stimme einem jungen Maler, Bernard Buffet, zu vertrauen, dessen einzigartiges Talent er schätzte.

Livre ouvert de La voix humaine de Jean Cocteau

Ein seltenes zum ersten Mal seit 1957 reproduziertes Buch

Bereits im Juli 1955 lobte Cocteau in "Gisant debout" (zu dt. etwa „der stehende Liegende“), einem Gedicht, das im Katalog der Ausstellung La Voix Humaine (Galerie Lucien Blanc, Aix-en-Provence, 14. Juli - 15. August 1957) veröffentlicht wurde, die kreative Arbeit seines Illustrators.

Eine Wolfsfalle, gestellt von Kinderhand

Weil sie wollte (unter unserer schwarzen Sonne)

Stacheldraht zum Pflücken eurer Heckenrosen

Lässt die der Eva mit Gießkannenhaaren bluten.

Kann es sein, dass vom Himmel ein Rohrblattinstrument

In den Bettkäfig einen Lilienstrauß von Liedern legt

Und dass eine mittelalterliche Eva mit breiten Hüften

Einen den bösen Hunden zur Beute ausgelieferten Garten Edens verlässt?

Was bleibt nach dem Toten mit Zähnen noch zu nehmen?

Vielleicht der Phantomstuhl, auf man mich setzt

Der Schatten einer Kannenspitze auf der Karte des Zarten

Der Harlekin per Anhalter der Stahlpylonen.

Möge sein treuer Freund mich weit entfernt erkennen

Als nachdenklichen Einsiedlerschergen auf seine Axt gelehnt.

In den 1950er Jahren genoss Jean Cocteau einen Ruf, der seinem vielseitigen Genie entsprach. Er begeisterte das Publikum mit Büchern, Shows und unvergesslichen Filmen - La Belle et la Bête (dt. Es war einmal), L’Aigle à deux têtes (dt. Der Doppeladler), Les Parents terribles (dt. Die schrecklichen Eltern), Orphée (dt. Orpheus). In den Jahren 1953 und 1954 leitete er die Filmfestspiele von Cannes. Er wurde 1955 in die Französische Akademie gewählt. Bernard Buffet war damals noch keine dreißig Jahre alt. Er war seit Juni 1948 erfolgreich, als er zusammen mit den den Besitzern der Galerie Saint-Placide gestifteten Kritikerpreis gewann. Im Jahr 1955 erreichte er den ersten Platz bei einer von der Zeitschrift Connaissance des Arts organisierten Abstimmung über die zehn besten Maler der Nachkriegszeit. Am 13. März 1974 wurde er in die Académie des Beaux-Arts (die französische Kunstakademie) gewählt.

Man spricht nicht über die Malerei, man analysiert sie nicht, man fühlt sie. Bernard Buffet.

Im Jahr 1957 wurden die achtundzwanzig gestochenen und illustrierten Zeichnungen von Bernard Buffet in einem Buch mit einer Auflage von nur 150 Exemplaren zusammengeführt. Diese Ausgabe wurde von Pierre Bergé (Parenthèses- Verlag), der Bernard Buffet seit 1950 kannte, erwünscht. Der SP-Verlag zollt den beiden Schöpfern seine Achtung, indem er diese Meisterstücke in einem nummerierten Schuber großen Formats reproduziert.

Neues Format:

Nouveau format de livre

Die menschliche Stimme: Ein bedeutendes Theaterstück von Jean Cocteau

Unsere Liebe lief zu vielen Dingen entgegen.

Jean Cocteau

Die menschliche Stimme ist eines der Hauptwerke des Theaters von Cocteau. Seit seiner Entstehung wird dieser Monolog ununterbrochen in der ganzen Welt aufgeführt. Es inszeniert eine verlassene Frau, die zum letzten Mal mit dem Mann telefoniert, der sie betrogen hat.

"Was hier besonders bewegend ist, ist die Situation selbst, dieses Drama von An- und Abwesenheit, dieser Dialog-Monolog; und was diese kurze Szene zu einer wirklichen Tragödie macht, ist dieses unsensible Gerät, das Bild des Schicksals, und nicht die Worte, die es überträgt und davonträgt. " (Pierre Bost, Revue hebdomadaire, März 1930.)

Die menschliche Stimme ist erstaunlich modern und universell, und es inspiriert weiterhin. 1958 zog Francis Poulenc, der Jean Cocteau seit langem nahestand, eine einaktige lyrische Tragödie daraus, die am 6. Februar 1959 auf der Bühne der Salle Favart in Paris mit der Sopranistin Denise Duval aufgeführt wurde.

„Aufgrund eines merkwürdigen Rätsels kam es erst nach vierzig Jahren Freundschaft zu einer Zusammenarbeit mit Cocteau. Ich glaube, ich brauchte viel Erfahrung, um die perfekte Struktur von Die menschliche Stimme zu respektieren, die musikalisch das Gegenteil einer Improvisation sein muss“, schrieb Francis Poulenc. Worauf Cocteau antwortete: „Mein lieber Francis, Du hast ein für alle Mal die Art und Weise festgelegt, wie ich meinen Text sagen soll.“

1964 wurde der Text von Die menschliche Stimme in einer einzigen Aufnahme in Simone Signorets Wohnung am Place Dauphine in Paris aufgenommen. Nach Aussage des Produzenten Jacques Canetti war diese Aufnahme eine der schönsten, die er je gemacht hat. Im selben Jahr gewann er den Grand Prix du Disque (frz. Schallplattenpreis).

Im Jahr 2021 soll Pedro Almodóvar mit einem 29-minütigen experimentellen Kurzfilm, frei nach Die menschliche Stimme in Madrid gedreht, zum Kinofilm zurückkehren, in dem Tilda Swinton die Hauptrolle spielt. Bereits 1987 wurde der letzte Ausschnitt des Stücks in Pedro Almodóvars Film Das Gesetz der Begierde (Originaltitel: La ley del deseo) aufgeführt.

Der Prinz der Tintenblumen und des Drahtes

Jean Cocteau selbst beschrieb Bernard Buffets Kalligraphie als "Gottesanbeterin", die hier diese grausame und öffentliche Vernichtung aufgreift, und die das Gesicht der Liebenden eindrucksvoll und herzzerreißend zeichnet., „eine Toledospitze, eine Geheimwaffe“, „der Prinz der Tintenblumen und des Drahtes“, schrieb Cocteau später über das Werk des Malers.

Jede der Zeichnungen von Bernard Buffet ist in einem großen quadratischen Format (47 cm x 47 cm) reproduziert. Die zusammengefalteten Zeichnungen sind nicht gebunden, um das Originalformat zu respektieren.

signatures de Jean Cocteau et de Bernard buffet

Vorwort von Dominique Marny

Der Schuber enthält einen Text von Dominique Marny, Schriftstellerin und Kuratorin. Ihrem Großonkel Jean Cocteau hat sie fünf Bücher gewidmet, darunter Jean Cocteau ou le roman d'un funambule beim Rocher-Verlag (zu dt. etwa : Jean Cocteau oder der Roman eines Seiltänzers). Sie ist Präsidentin des Jean Cocteau-Komitees und des Jean Cocteau-Hauses und kümmert sich insbesondere um die Förderung der Werke des Dichters.

Mit unserem Dank an die Galerie Garnier (Paris).

Présentation de la voix humaine au MAM

Präsentation einer eigerahmten Fassung von Die menschliche Stimme, anläßlich einer Ausstellung im Musée d'Art Moderne de Paris (Museum für Moderne Kunst der Stadt Paris).

Kundenbewertung

Jean-François P.

Les Editions des Saints-Pères nous surprend encore avec cet ouvrage longiligne et original. Manuscrit très graphique du plus bel effet avec ses planches détachées. Déjà possesseur d'une grande partie des manuscrits, je reste toujours à l'affut des nouvelles publications. Une collection qui s'étoffe peu à peu et que l'on regarde et conserve religieusement.
Bravo pour votre travail.