Elfenbeinfarbene Auflage,
nummeriert von 1 bis 1000,
$170 $
Die Verachtung
Französische Ausgabe
Großformat (25 x 35 cm)

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Die Verachtung, das Drehbuchmanuskript von Jean-Luc Godard

Paul Javal, ein Pariser Dramatiker, wird vom Produzenten Jeremy Prokosh eingestellt, um an einer Verfilmung der Odyssee unter der Regie von Fritz Lang zu arbeiten. Er und seine Frau Camille, eine 28-jährige ehemalige Schreibkraft, schließen sich dem Filmteam vor Ort an, zunächst in Rom in den Cinecittà-Studios, dann in der Villa de Sperlonga und schließlich in der Villa Malaparte auf der Insel Capri. Die Beziehung zwischen Paul und seiner Frau Camille ist zwar auf den ersten Blick harmonisch, endet aber eher unruhig, da die junge Frau Paul seine Charakterlosigkeit vorwirft. Während sich Pauls Image in Camilles Augen allmählich und schleichend verschlechtert, wird die Situation in Capri, als Prokosh sie zu verführen versucht, stürmisch...

extrait du manuscrit du mépris

Ein klares, leicht lesbares und präzises Manuskript

Diese Deluxe-Ausgabe von Die Verachtung, dem Drehbuch zum gleichnamigen Film von Jean-Luc Godard, besteht aus 149 Szenen mit 59 handgeschriebenen Seiten, mit blauer Tinte und einer ebenso eleganten wie regelmäßigen Handschrift geschrieben, sowie aus 24 maschinengeschriebenen und von der Hand des Filmemachers korrigierten Blättern. Sie ist sowohl für Filmliebhaber als auch für Liebhaber seltener literarischer Objekte gedacht. Sie erscheint in einem sehr großen Format (25 cm x 35 cm) und in einer begrenzten Auflage. Jedes Exemplar ist von Hand von 1 bis 1000 nummeriert.

Zu Beginn des Drehbuchs warnt Jean-Luc Godard in einer kurzen Absichtserklärung: „Die Verachtung wird ein neuer Film sein. Aber wir dürfen nicht vergessen, sagte T. S. Eliot, dass alles, was wirklich neu ist, gerade deshalb von Natur aus traditionell ist. Die Verachtung wird also ein traditioneller Film sein.“ Dann fügt er diese wenigen Worte von André Bazin hinzu: „Kino ersetzt unseren Blick durch eine Welt, die mit unseren Wünschen übereinstimmt.“

Die erste Sequenz des Drehbuchs beginnt mit einer langen Kameraeinstellung, die Michel Piccoli und Jack Palance (Prokosh) zu den Compania Cinematografica Minerva Studios führt. Die beiden Männer sehen sich die letzten Aufnahmen von der Odyssee an und bewegen sich innerhalb halbzerstörter Sets und verlassener Bühnen. Es ist Krisenzeit. Prokoschs Sekretärin und Übersetzerin, Francesca Vanini, folgt ihnen... Die Szenen folgen fast mythisch einander. Das Treffen mit Fritz Lang. Das Auftauchen von Camille. Die Veränderung der Stimmung im Paar. Der Streit in der Wohnung und im Bad. Die prächtigen Kulissen der Villa Malaparte... Mit einigen unerwarteten Variationen, die Godards seltenes Zögern während des Schreibprozesses widerspiegeln, wie zum Beispiel die auf Seite 44 des Drehbuchs: „Auf einmal, in einer plötzlichen Eile, wirft sie ihre Arme um Pauls Hals, in einer Geste der Zärtlichkeit, bei der nicht alles aufrichtig scheint“.

Unveröffentlichtes Faksimile der handschriftlichen Partitur von Georges Delerue

Das Faksimile des Manuskripts enthält auch die handschriftlichen Teilnahmeversprechen, welche die Schauspieler (Brigitte Bardot, Fritz Lang, Michel Piccoli und Jack Palance) zu Beginn der Dreharbeiten auf einem Briefkopf ihres Hotels FORUM geschrieben haben; sowie die Partitur des berühmten Soundtracks „Camille“, ein von Georges Delerue handschriftlich komponiertes Adagio, das der Öffentlichkeit bisher unbekannt war, und dessen Veröffentlichung freundlicherweise von Colette Delerue speziell für unsere Ausgabe erlaubt wurde.

Ein lang verschollenes Manuskript, zum ersten Mal veröffentlicht

Die Verachtung ist ein faszinierendes künstlerisches und menschliches Abenteuer, das von der unerwarteten Zusammenarbeit zwischen zwei Größen der Kinokunst, Jean-Luc Godard und Brigitte Bardot, geprägt ist. 1963 hatte Godard schon fünf Filme gedreht. Als Anführer der „Nouvelle Vague“ (dt.: Neue Welle, eine frz. Filmbewegung) wurde er sowohl gelobt als auch kritisiert und erholte sich gerade von dem Fiasko der Dreharbeiten im Januar in Marrakesch und der Kinovorführung von Les Carabiniers. Er kannte den Roman von Alberto Moravia, den er für die Cahiers du cinéma (frz. Kinomagazin) gelesen hatte. Brigitte Bardot ist ein weltweit verehrter Star, der sich noch immer im Glanz des Erfolgs von Et Dieu... créa la femme (dt: … und immer lockt das Weib) sonnt. Die Produzenten des Films, Georges de Beauregard (Rom Paris Films), Carlo Ponti und Joseph Levine, setzten stark auf die Anwesenheit von „B.B.“ im Film: Es war das erste Mal, dass Godard bei einem Film mit großem Budget, das auf 5 Millionen Francs geschätzt wurde, Regie führte, und das bereits am 15. April 1962 in der Presse angekündigt worden war. Frank Sinatra und Kim Novak oder Sofia Loren und Marcello Mastroianni wurden angesprochen, um die Rollen zu spielen: es ist schließlich das Duo Piccoli-Bardot, das ausgewählt wird.

Doch das erste Treffen zwischen der feministischen Ikone und dem Regisseur lief nicht einfach ab. Zwar war Brigitte Bardot begeistert, als sie das Drehbuch las, das ihr ihr Freund Jicky - Ghislain Dussart, ein Set-Fotograf und enger Freund von Anna Karina - gegeben hatte, jedoch hinterließ bei ihr ihr Treffen mit Godard ein gemischtes Gefühl. Ein schallendes "bof" (zu dt. etwa: „na ja“), wie Zeitzeugen berichten. Godard seinerseits hatte eine sehr genaue Vorstellung von dem, was er mit dem Star vorhatte: Zunächst wollte er die Frisur der Schauspielerin verändern und das "Sauerkraut" auf ihrem Kopf reduzieren! Er wäre sogar auf seinen Händen gelaufen, um sie zu überzeugen...

Die Dreharbeiten beginnen am 22. April 1963, zwischen fast hysterischen Fans und Paparazzi, die versuchen, ein paar Aufnahmen von der bemerkenswerten Rollenbesetzung zu machen. Der Schnitt ist für den Sommer geplant. Am Ende der Dreharbeiten schenkte Jean-Luc Godard dieses Manuskript, das der Öffentlichkeit nicht bekannt war, an Brigitte Bardot. Die Schauspielerin nahm es wahrscheinlich mit nach La Madrague, in der Nähe von Saint-Tropez. Dann hat sie es vergessen. Jahrelang bleibt das Dokument unauffindbar. Erst bei einer Auktion im Jahr 2013 tauchte es wieder auf: Höchstwahrscheinlich hat Bardot es Jicky geschenkt, und es sei seine Frau gewesen, die es 1996 beim Sortieren der Archive des Fotografen entdeckte.

Ein Kultfilm mit Brigitte Bardot ... für Jugendliche unter 18 Jahren verboten!

Nach einigen Änderungswünschen der Produzenten, die u.a. eine Szene wünschten, in der Brigitte Bardot nackt auftreten sollte, wurde der Kinostart schließlich für den 22. Dezember 1963 angesetzt. Es wurde eine große Werbekampagne organisiert. Die Verachtung wurde für Kinder unter 18 Jahren verboten. Der Film ist nur ein halber Erfolg: nach 9 Wochen in den Pariser Kinos zählt er 234.374 Besucher, eine Zahl die gewiss ein gutes Ergebnis für Godard ist, aber eine durchschnittliche Zahl für das, was Brigitte Bardot gewohnt ist. Wie auch immer: Die Schauspielerin wird ihn in Erinnerung behalten und denkt wahrscheinlich immer noch an ihn als einen der Kultfilme, die sie mit ihrer charismatischen Präsenz erleuchtet hat.

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Kundenbewertung

Gianfranco Bortolin

Un produit exceptionnel, un service remarquable!

Gino Ricci

Une question : quel est le lien entre "Le Mépris" de A.Moravia et le film et donc le scénario de Godard ? ... j'ai la sensation étrange que l'un a influencé l'autre !!

DIM

Quelle émotion de feuilleter ce document ! Je n'en reviens pas de découvrir l'écriture de Godard... Dans Godard, il y a GOD ! C'est incroyable. Ceux qui aiment ce film ne peuvent pas demeurer indifférents...